Durchs Hinterland der Algarve

by Basti
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Wie wir schon in Silves gemerkt haben, hat die Algarve mehr als nur schöne Strände und Küstenorte zu bieten. Wir machten eine Tour ins Hinterland.

Minas de São Domingos

Lost Place Geocaches locken uns immer an, so auch die 11 Caches (z.B. GCC353 Apocalyptic Visions) in der alten Kupfermine von São Domingos. Um zu den Caches zu gelangen wandert man durch eine unwirkliche Mondlandschaft des ehemaligen Tagebaus. Entlang des offiziellen Wanderwegs wird immer wieder vor dem kontaminierten Wasser gewarnt, das sich an einigen Stellen sammelt und eine seltsame lila Färbung hat. Um das ganze nicht nur für Geocacher attraktiver zu machen hat Mina de São Domingos (so der offizielle Ortsname) neben dem Wanderweg mehrere Foto-Kunstobjekte in den Minen platziert.

Rancho Belchior

Da in Küstennähe SEHR viele Camper unterwegs sind, sind die Stellplätze entsprechend voll und/oder teuer. Also ging es für uns mitten ins Nirgendwo zu dem Stellplatz Rancho Belchior bei Algoz. Ein kleiner, ruhiger Stellplatz umgeben von Orangen- und Zitronenplantagen, mit ein paar Hühnern die uns ein Sonntags-Ei lieferten. Auch trafen wir hier eine nette Camperin wieder, die wir aus Palomares kannten und mit der wir wir eine schöne Wanderung durch das Umland machten. Hier blühten Mandeln, Orangen, Mohn und Lilien. Unterwegs ließen wir uns Mispeln und Orangen direkt vom Baum schmecken.

Auf dem Stellplatz gab es sogar ein kleines Restaurant, das nur auf Anfrage öffnet. Das niederländisch-portugiesische Eigentümerpaar kochte uns ein leckeres Menü. Basti ließ sich überraschen und bestellte Steak à la Portugesa, ohne zu wissen, was a la Portugesa ist. – ein perfekt gebratenes Steak, mit Speck, Spiegelei, Kartoffelspalten und ordentlich Knoblauch.

Knochenkapelle in Alcantarilha

Der Virtual Cache GC9P8PH Capela dos Ossos führte uns nach Alcantarilha zu der Knochenkapelle. Auf der Rückseite der Hauptkirche von Alcantarilha befindet sich kleine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert, deren inneres aus über 5000 menschlichen Schädeln und Knochen besteht. Warum die Knochen dort aufgeschichtet wurde ist nicht ganz geklärt; entweder aufgrund von Platzmangel auf dem örtlichen Friedhof oder für die religiöse Symbolik zur Vergänglichkeit des Lebens. So oder so, ein seltsam düsteres aber auch faszinierendes Erlebnis.


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