Portugals Schätze im Nordwesten

by Basti
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Nadja and Basti standing in front of a green and white striped building

Auch im Nordwesten von Portugal gibt es vieles zu entdecken. Manches fanden wir durch Zufall, zu anderen Orten führten uns Geocaches oder die App Atlas Obscura.

Óbidos

Nur ein paar Kilometer vom Buddha Eden (siehe unseren Beitrag) entfernt liegt Óbidos, wohin uns eigentlich nur die Suche nach einem Stellplatz verschlagen hatte. Die Beschreibung „Direkt am Aquädukt, nur 500 m bis in die Stadt“ gefiel uns sehr und dort angekommen, erkundeten wir noch die mittelalterliche Altstadt von Óbidos. Die kleinen Gassen mit den vielen Souvenirläden und der Stadtmauer, die noch die ganze Stadt umgibt, erinnern etwas an Rothenburg ob der Tauber. Auch die Touristenmassen waren vergleichbar. Zum Glück waren fast alle Tagesbesucher nach 20 Uhr aus der Stadt verschwunden, und wir konnten fast alleine durch die Gassen wandern und noch im Straßenverkauf zwei Ginjinha (Sauerkirschlikör serviert im Schoko-Becher) bekommen.

Costa Nova do Prado

Bei Costa Nova do Prado fanden wir etwas außerhalb einen Parkplatz hinter den Dünen, an dem „nur“ 3 andere Wohnmobile standen. Hier gab es nun keine steilen Klippen mehr, sondern Dünen und einen weiten Strand dahinter. Da es für alles andere zu warm (26° C) war, verbrachten wir den Tag hier am Strand. Der Atlantik war uns aber immer noch zu kalt zum Baden.

Am Abend füllte sich der Parkplatz dann mit Wohnmobilen aus ganz Europa. Neben uns stand sogar ein Wohnwagen aus dem Westerwald.

Am nächsten Tag spazierten wir auf dem Dünenweg entlang in den Ort, wo wir die traditionellen „Palheiros“ bewunderten, die bunten Holzhäuser mit Streifenmuster, die früher als Fischerunterkünfte dienten.

Guimarães

Etwas außerhalb von Guimarães fanden wir einen sehr schön gelegenen Wald-Campingplatz. Auf der Karte sah es so aus, als könnte man vom Campingplatz aus mit einer Seilbahn nach oben in den Ort fahren. Falsch gedacht: Der Campingplatz lag oben auf dem Berg, und man konnte mit der Seilbahn runter in den Ort fahren.

Guimarães gilt als die Geburtsstätte Portugals, da hier Anfang des 12. Jahrhunderts Alfonso I., der erste König von Portugal, geboren wurde.

Neben dem Castelo de Guimarães gibt es auch noch den Palácio dos Duques de Bragança, den Herzogspalast, den wir uns auch von innen anschauten. Der Palácio war die Heimat von Catherine of Braganza, die später Charles II. heiratete und damit Königin von England wurde.

Nach dem Tod ihres Mannes kehrte Catherine of Braganza zurück nach Guimarães. Sie hat unser vollstes Verständnis: Wer bleibt schon in England, wenn man einen Palast in Portugal hat.

Letzter Hirsch vor Spanien

Unser letzter Stop vor der spanischen Grenze war noch ein Punkt aus dem Atlas Obscura: der Aussichtspunkt Miradouro do Cervo bei Vila Nova de Cerveira. Von der riesigen Hirsch-Statue aus hat man eine tolle Aussicht auf das Delta des Grenzflusses Rio Mino. Das andere Ufer ist schon Spanien.


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