Beim Winzer

by Basti
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Von der Camargue aus fuhren wir Richtung Montpellier und probierten eine für uns neue Art Stellplatz aus: beim Winzer. Es gibt mittlerweile in verschiedenen Ländern die Möglichkeit bei Winzern oder Landwirten mit einem autarken Camper zu übernachten. D.h. normalerweise wird nur der Stellplatz für die Übernachtung, ohne Wasser/Abwasser/Strom bereitgestellt. Die Übernachtung ist umsonst, es wird aber erwartet, dass man etwas im Hofladen kauft.

Wir fuhren also durch die Region Languedoc zum Weingut Saint Jean de l’Arbousier, wo wir einen sehr schönen Stellplatz mit Blick auf die Weinberge bekamen. Der Hofhund Tobi begleitete uns zum Stellplatz und genoss mit uns die Sonne vor unserer Sunny. Nach einem schönen Spaziergang durch das Weingebiet zum Cache GC68QN4 – Le domaine de l’arbousier ging es noch zu einer kleinen Weinprobe, bei der uns der nette Eigentümer Nicolas von seinen verschiedenen Bio-Weinen kosten ließ und von dem großen Sommer-Festival erzählte, dass er jährlich auf dem Weingut veranstaltet. Das wäre ein guter Grund für einen Besuch im Sommer 😉 Mit drei Flaschen leckeren Rotwein ging es zurück zu Sunny. Zum Abendessen gab es natürlich eine Flasche L’inattendu.

Nach Montpellier selbst zog es uns nicht so wirklich und so streiften wir die Stadt nur für eine Cache-Runde im Park des Château d’O – einem kleinen Schlößchen mit Landschaftspark.

Da es uns so gut gefallen hatte, beim Winzer zu übernachten ging es gleich zum nächsten Weingut: Château de Fourques. Da Sonntag war, diesmal ohne Weinprobe.

Am nächsten Tag versuchten wir unser Glück bei einem Campingplatz in Balaruc-les-Bains, der aber komplett ausgebucht war. Also erkundeten wir die Stadt zu Fuß mit einem sehr schönen LabCache entlang der Promenade (Bonus: GC906E7). Balaruc-les-Bains preist sich selbst als die Thermen-Stadt #1 in Frankreich an. Hier gibt es tatsächlich mehrere Thermalbäder, die allerdings, anders als bei uns, nur dem Kur-Betrieb dienen.

Mangels schöner Stellplätze für die Nacht verschlug es uns auf einen eher rustikalen Campingplatz bei Florensac. Im Gegensatz zu Balaruc-les-Bains war der Campingplatz völlig leer. Wir waren tatsächlich für eine Nacht die einzigen Gäste, was eventuell auch daran liegen könnte, dass in den Duschen kein warmes Wasser angeboten wurde, wie wir am nächsten Morgen feststellen mussten.

Florensac liegt etwas abseits der Touristen-Routen und so kam uns die Stadt fast etwas verlassen vor. Keinerlei Geschäfte, alle Fensterläden verrammelt und nur ein Pizza-Service und der Supermarkt außerhalb waren geöffnet. Um so besser für uns, so konnten wir die zum Teil schön gestalteten Geocaches (z.B. GCA0MGR) in und um die Stadt ungestört suchen 😉

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