Das Orakel von Delfi

by Basti
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Blick auf einen Berg mit den Ruinen und Säulen von Delfi im Vordergrund

Unser Weg führt uns an der einsamen und touristisch wenig erschlossenen Nordseite des Golfs von Korinth entlang nach Delfi, das auf ca. 600 m am Hang des Parnass-Gebirges liegt.

Das Orakel von Delfi

Schon Krösus und Alexander der Große befragten das Orakel vor wichtigen Schlachten. Uns stand zwar keine Schlacht bevor, aber das legendäre Orakel von Delfi wollten wir uns trotzdem ansehen.

Die Ausgrabungsstätte ist riesig und zieht sich den Berghang hinauf. Man startet unten an der „Heiligen Straße“ und arbeitet sich Stück für Stück nach oben – vorbei an den Fundamenten ehemaliger Schatzhäuser, in denen die griechischen Stadtstaaten ihre wertvollsten Weihgeschenke aufbewahrten.

Das Herzstück der Anlage ist der Apollon-Tempel, in dem die berühmte Priesterin Pythia ihre Orakelsprüche von sich gab. Wie genau das funktionierte, darüber streiten sich die Gelehrten bis heute. Sicher ist: Die Pythia saß über einer Erdspalte, aus der wohl Dämpfe aufstiegen, und verfiel in eine Art Trance. Ihre Worte waren dabei so mehrdeutig, dass man sie im Nachhinein eigentlich immer als „richtig“ auslegen konnte. So wurde König Krösus vorausgesagt, dass er „ein großes Reich zerstören werde, wenn er gegen die Perser in den Krieg zieht“ – es war leider sein eigenes Reich, das er damit zerstörte.

Noch weiter oben erreicht man das antike Theater mit einer grandiosen Aussicht über das Tal. Hier saßen einst 5.000 Zuschauer bei Musikwettbewerben und Theateraufführungen. Wir standen hier eine ganze Weile und genossen die Aussicht, bis uns ein leichter Nieselregen weitertrieb.

In dem kleinen Museum, das zur Ausgrabungsstätte gehört, war unser Highlight die riesige Sphinx von Naxos. Die über 2 m große Statue hat uns wirklich beeindruckt.

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1 Kommentar

Evelin 10/05/2026 - 21:00

Sehr schön geschrieben, gefällt mir 🙂

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