Die North Coast 500 (kurz NC500) gilt als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt. Auf rund 500 Meilen (ca. 805 km) führt sie durch den wilden Norden Schottlands – mit unberührten Stränden, majestätischen Klippen und historischen Orten. Unser Roadtrip startete in Inverness und führte uns im Ersten Abschnitt bis zum nördlichsten Punkt Großbritanniens.
Tarbat Ness – einsamer Leuchtturm am Ende der Welt
Als Erstes machten wir noch einen kleinen Abstecher von der NC500 zum Leuchtturm von Tarbat Ness (GoogleMaps). Dort, ganz am Ende einer langen, engen Straße, gibt es einen kleinen Parkplatz, auf dem das Übernachten gegen eine kleine Spende gestattet ist. Hier hat man Zugang zu einer wunderbar wilden und einsamen Küste.
Basti umrundete die Spitze der Halbinsel Tarbat auf einer „kleinen“ Geocaching-Wanderung (GCA1YPT). Auf 15 km begegneten ihm dabei genau drei Menschen. Im kleinen Fischerdorf Portmahomack (Google Maps) musste sich der durstige Wanderer gleich auf eine britische Besonderheit einstellen: Cafés haben oft keine „Licence“ und dürfen daher kein Bier o. Ä. ausschenken.
Falls sich jemand über die vielen Fotos mit blauem Himmel wundert: Wir hatten bisher zwei außerordentlich schöne Wochen (Ende Mai) erwischt. Ein Einheimischer, den wir am Leuchtturm trafen, meinte, dass er ein so lange anhaltend gutes Wetter zuletzt in den 60er-Jahren erlebt hatte. Es fand das Wetter natürlich auch gut, denn: „Auf trockenem Rasen rollt der Golfball weiter.„
Whaligoe Steps – 365 Stufen Geschichte
Weiter nördlich hielten wir an den Whaligoe Steps: 365 Stufen führen hinab zu einem kleinen Naturhafen, der im 19. Jahrhundert von Fischerbooten genutzt wurde. Damals trugen die Fischerfrauen täglich schwere Körbe mit frischem Fisch hinauf, um sie (natürlich zu Fuß) ins 12 km entfernte Wick zu bringen.
Etwas weiter, auf einem schönen Küstenparkplatz, trafen wir dann zufällig Sandra und Jens von IlikeReisen. Den beiden folgen wir schon, seit wir unsere Reise planen – auf Instagram und YouTube. Wie schön, euch beide einmal persönlich kennengelernt zu haben!
Dunnet Head – der nördlichste Punkt des britischen Festlands
Hier, am Leuchtturm von Dunnet Head, befindet sich der nördlichste Punkt des britischen Festlands (GoogleMaps). Auf dem Parkplatz kann man für 10 Pfund übernachten und die Aussicht auf die Orkney-Inseln genießen.
Puffins bebobachten bei Dunnet Head
Am Dunnet Head hatten wir das Glück, die niedlichen Puffins (Papageientaucher) beobachten zu können, die hier – neben vielen anderen Seevögeln – in den Klippen nisten.
John O’Groats – der nordöstlichste Zipfel Schottlands
In John O’Groats beginnt bzw. endet der Weitwanderweg Land’s End to John o’Groats. Hier kann man vom nordöstlichsten zum südwestlichsten Punkt Großbritanniens wandern. Für heute war uns das allerdings ein bisschen zu weit, aber mal sehen, ob uns unsere Reise noch bis nach Land’s End bringt.
Vom nahegelegenen Hafen in Scrabster (Google Maps) ging am nächsten Tag unsere Fähre auf die Orkney-Inseln.
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